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Frida Kahlos Fotos im MARTa Herford

Frida Kahlo - Ihre Fotos - MARTa- Herford
Frida auf dem Bauch liegend von Nickolas Muray, 1946, © Frida Kahlo Museum

Das Museum Marta Herford gibt intime Einblicke in Frida Kahlos Leben. Die mexikanische Künstlerin ist für ihre farbintensiven Bilder weltberühmt. Aber erst über 50 Jahre nach ihrem Tod öffnete sich ein riesiges privates Fotoarchiv, das Fridas Leben und Sammeln in Schwarzweiß dokumentiert. Die Ausstellung zeigt 241 Fotografien, die Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial dienten. Aufnahmen bedeutender Fotografen wie Man Ray, Martin Munkácsi, Brassaï verbinden sich mit Fotos unbekannter Urheber und von ihr selbst zu einem eindrucksvollen Dokument ihrer Zeit.

Mit dem Ausstellungsprojekt „Frida Kahlo – Ihre Fotos“ leitet Marta Herford die Ausstellungssaison 2015 ein. In farblich an Kahlos Malerei erinnernden Kabinetten zeigt das Museum über 60 Jahre nach dem Tod der mexikanischen Künstlerin (1907–1954) eine Auswahl aus ihrem umfassenden Fotoarchiv, das erst 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Frida sammelte in ihrem Bilderschatz Aufnahmen von Freunden, Fotos ihrer Familie, von Diego Rivera, aber auch von ihr selbst oder von unbekannten Urhebern. In sechs zentralen Themenbereichen, die von den Ursprüngen über das Blaue Haus, den versehrten Körper, ihre geliebten Menschen bis hin zu Politik, Revolution und Diego reichen, beleuchtet die Ausstellung die wichtige Rolle, die das fotografische Bild im Leben der Malerin Frida Kahlo spielte.

Frida Kahlo - Ihre Fotos - MARTa- Herford
Frida malt das Porträt ihres Vaters, von Gisèle Freund, 1951, © Frida Kahlo Museum

Leben und Werk von Frida Kahlo sind untrennbar miteinander verwoben, was sich auch in ihrer Fotosammlung widerspiegelt. Ihr versehrter Körper, ihre Schmerzen und Leiden, aber auch ihre Lieben sind immer wieder Thema der Fotografien. Nickolas Muray, mit dem sie auch ein Verhältnis hatte, zeigt sie in sehr intimen und verletzlichen Posen. Dazwischen zeugen Fotos von ihrem zunehmend von Krankheit gezeichneten Körper. Durchbrochen wird dieses Bild von Aufnahmen, die sie inmitten der Gesellschaft ihrer Freunde zeigt, in entspannter Runde oder ausgelassen feiernd – heitere Szenen, die ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Bemerkenswert ist auch ihr Umgang mit den Fotografien: Für die Künstlerin waren sie geliebte und vertraute Objekte, die sie kolorierte, zerschnitt, mit Gedanken und Notizen versah und ihnen mitunter sogar Küsse aufdrückte.

Frida Kahlo - Ihre Fotos - MARTa- Herford
Diego Rivera (in seinem Atelier in San Ángel), Anonym, ca. 1940, © Frida Kahlo Museum

Ein anderer Raum ist dem Thema Politik, Revolution und Diego gewidmet. Anhand der Bilder wird die politische Atmosphäre dieser Zeit spürbar. Der Dokumentation von Industriebauten wie den Ford-Werken in Detroit stehen Portraits von den Führern des russischen Sozialismus, Lenin, Trotzki und Stalin, gegenüber. Auf zahlreichen Fotos ist auch der mexikanische Künstler Diego Rivera selbst abgebildet, mit dem Frida seit 1929 verheiratet war und der seitdem einen Dreh- und Angelpunkt ihres Liebes- und Gefühlslebens darstellte.

Frida Kahlo – Ihre Fotos
MARTa Herford
01.02.2015 – 10.05.2015
www.marta-herford.de



Hayden Herrera:

Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben

Hayden Herrera, eine der besten Kennerinnen von Leben und Werk Frida Kahlos zeichnet den Lebensweg dieser bewundernswerten Frau nach: einfühlsam und detailgetrau, mit einem Gespür für Größe und Tragik.

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hat Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert. Er arbeitete bei der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt an mehreren Ausstellungen und Publikationen mit und war als Redakteur und Kurator tätig. 2011 gründete er kunstgeschichte.info.

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